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Aufziehen wie ein Profi: Die 5 wichtigsten Regeln für perfekte Ergebnisse

Viele Betriebe wissen um die Vorteile einer Laminierung oder eines hochwertigen Aufziehens — doch in der Praxis passieren dennoch häufig Fehler, die das Ergebnis beeinträchtigen. Ob Blasen, „Silvering“, Kantenlift oder falsche Materialkombinationen – die Folgen sind sichtbar und kosten Zeit sowie Material. In diesem Beitrag zeigen wir dir 5 bewährte Regeln, mit denen du dein Laminier- bzw. Aufzieh-Workflow zuverlässig optimierst.

1. Saubere & staubfreie Vorbereitung

Eine gründliche Vorbereitung ist die halbe Miete.
Stelle sicher, dass:

  • das Druckmaterial vollständig trocken und ausgehärtet ist
  • die Oberfläche frei von Staub, Fasern oder Fingerabdrücken ist
  • das Laminat frei von Beschädigungen ist
  • der Laminator sauber, richtig eingestellt und korrekt ausgerichtet ist

Insbesondere bei Inkjet-Drucken sollte eine Trocknungszeit von mindestens 24 Stunden eingehalten werden. Nutze eine Staubentfernungsrolle oder ein Mikrofasertuch, um Schmutz zu verhindern – selbst kleinste Partikel können sichtbar bleiben.

2. Materialkombinationen richtig auswählen

Nicht jedes Laminat passt zu jedem Druckmedium.
Für optimale Ergebnisse gilt:

  • ähnliche Materialarten miteinander kombinieren (z. B. PVC auf PVC, Polyester auf Polyester)
  • die temperaturempfindlichen Eigenschaften des Drucks berücksichtigen
  • auf Kompatibilität zwischen Druckverfahren, Folie und Klebstoff achten

Durch abgestimmte Materialkombinationen vermeidest du Schrumpfungen an den Kanten, Delamination oder sichtbare Spannungen.

3. Silvering und Lufteinschlüsse verhindern

„Silvering“ bezeichnet feine Lufteinschlüsse zwischen Laminat und Druck, die besonders auf dunklen Farben sichtbar werden. Um dies zu verhindern:

  • mit niedriger Geschwindigkeit starten und kontrolliert laminieren
  • bei Bedarf die obere Walze leicht temperieren (z. B. 30 °C bei Kaltlamination)
  • sicherstellen, dass das Druckmedium vollständig trocken ist
  • Druck und Walzenspalt richtig einstellen

Ein leicht erwärmter Klebstoff verbindet sich besser mit dem Trägermaterial und reduziert feine Einschlüsse deutlich.

4. Walzen- und Maschinenparameter richtig einstellen

Damit das Ergebnis über die gesamte Breite gleichmäßig ist, sollten folgende Punkte besonders beachtet werden:

  • Walzen gleichmäßig ausrichten
  • Druck sauber einstellen und gleichmäßig halten
  • Geschwindigkeit kontrolliert anpassen
  • keine übermäßige Spannung auf das Laminat geben
  • Einlaufen sauber und orthogonal halten

Zu hohe Spannung führt zu Wellen, während zu wenig Spannung Falten verursachen kann. Ein kurzer Testlauf ist immer sinnvoll.

5. Laminierte Drucke ausreichend ruhen lassen

Nach dem Laminieren braucht das Material Zeit, bis der Klebstoff seine volle Haftung erreicht hat. Empfehlenswert sind:

  • 24 Stunden Ruhezeit bei Raumtemperatur
  • erst danach Weiterverarbeitung, Versand oder enge Aufrollung
  • beim Aufrollen: Bildseite nach außen und großer Kern, um Tunneling zu vermeiden

Zusätzlich sollten die Kanten kontrolliert und bei Bedarf nachgeschnitten werden, um ein späteres Ablösen zu verhindern.

Fazit

Mit diesen fünf Regeln bringst du deinen Laminier- und Aufzieh-Workflow spürbar auf ein höheres Niveau. Saubere Vorbereitung, korrekte Materialwahl und präzise Einstellungen sorgen für zuverlässig hochwertige Ergebnisse – mit weniger Ausschuss, weniger Korrekturarbeit und mehr Profitabilität.